Dienstag, 25. August 2009

Petőfi Sándor - Die Theiss - A Tisza


A fotó Oldal István, óballai horgásztársam és cimborám készítette, 2008. június 22.-én. Földhöz ragadva

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Die Theiss

Eines Sommerabends stand ich lange
an der Theiß, da, wo wie eine Schlange
sie sich windet und die Túr empfängt,
die sich wie ein Kind zur Mutter drängt.
Zwischen seinen lockren Uferrändern
sah ich zahm und glatt den Strom hinschlendern,
so als wollt er, daß der Sonne Gold
ungestört sich in ihm baden sollt.
Auf dem blanken Spiegel sah ich schimmern,
tänzelnd ihre roten Strahlen flimmern,
wie mit winzigen Sporen, silberfein
klirrend, gleich als ob es Feen sein.
Gelber Sand vor mir das Ufer deckte,
das sich wie ein Teppich weit erstreckte
bis zum Feld, wo Grummet lag gemäht,
wie im Buch die Zeilenfolge steht.
Jenseits von der Wiese sah man dunkeln
schon den Hochwald, doch die Kronen funkeln
purpurn in der Abendröte Glut,
so als göß er brennend aus sein Blut.
Haselsträucher, Ginsterbüsche streute
die Natur entlang der andern Seite,
und hindurch, von ihrem Grün umsäumt,
lugte eines Kirchleins Turm verträumt.
Süß mich in Erinnerung zu wiegen,
sah ich Rosenwölkchen drüber fliegen
und wie sinnend in der Ferne stehn
nebelgrau die Marmaroscher Höhn.
Selten pfiff ein Vogel zaghaft leise,
fern nur sang ein Mühlrad seine Weise,
säuselnd wie des Mückenspiels Gesumm.
Feierlicher Friede war ringsum.
Drüben sah ein Bauernweib ich kommen.
Als sie Wasser mit dem Krug genommen,
warf sie prüfend einen Blick auf mich,
wie verwundert und entfernte sich.
Seltsam mußte ich ihr wohl erscheinen,
denn wie angewurzelt mit den Beinen
stand ich stumm und reglos, wie entrückt,
von dem Zauber der Natur beglückt.
Groß bist du, Natur, du wunderreiche,
meiner Sprache fehlen die Vergleiche,
dich zu schildern, deine Schönheit zeigst
du so anmutsvoll nur, wenn du schweigst.
Spät erst kam ich an bei den Gefährten.
Nach der Obstmahlzeit, die wir verzehrten,
haben plaudernd wir die halbe Nacht
dann beim Reisigfeuer noch durchwacht.
»Schmäht mir nicht die Theiß!« sprach ich zu ihnen.
»Zahm und friedlich ist sie mir erschienen,
als ich heut an ihrem Ufer stand.
Sanfter fließt kein Fluß in unsrem Land!«
Doch wie schrak ich auf nach ein paar Tagen!
Plötzlich fingen an Alarm zu schlagen
aufgeregt die Glocken ringsumher.
Und schon wogte Wasser wie ein Meer,
hatte schon die Dämme übersprungen,
war schon übers Feld ins Dorf gedrungen!
Rasend kam die Theißflut angerollt,
als ob sie die Welt verschlingen wollt!


A Tisza

Nyári napnak alkonyúlatánál
Megállék a kanyargó Tiszánál
Ott, hol a kis Túr siet beléje,
Mint a gyermek anyja kebelére.
A folyó oly símán, oly szelíden
Ballagott le parttalan medrében,
Nem akarta, hogy a nap sugára
Megbotoljék habjai fodrába'.
Síma tükrén a piros sugárok
(Mint megannyi tündér) táncot jártak,
Szinte hallott lépteik csengése,
Mint parányi sarkantyúk pengése.
Ahol álltam, sárga föveny-szonyeg
Volt terítve, s tartott a mezonek,
Melyen a levágott sarju-rendek,
Mint a könyvben a sorok, hevertek.
Túl a réten néma méltóságban
Magas erdo: benne már homály van,
De az alkony üszköt vet fejére,
S olyan, mintha égne s folyna vére.
Másfelol, a Tisza tulsó partján,
Mogyoró- s rekettye-bokrok tarkán,
Köztök egy csak a nyilás, azon át
Látni távol kis falucska tornyát.
Boldog órák szép emlékeképen
Rózsafelhok usztak át az égen.
Legmesszebbrol rám merengve néztek
Ködön át a mármarosi bércek.
Semmi zaj. Az ünnepélyes csendbe
Egy madár csak néha füttyentett be,
Nagy távolban a malom zugása
Csak olyan volt, mint szunyog dongása.
Túlnan, vélem átellenben épen,
Pór menyecske jött. Korsó kezében.
Korsaját mig telemerítette,
Rám nézett át; aztán ment sietve.
Ottan némán, mozdulatlan álltam,
Mintha gyökeret vert volna lábam.
Lelkem édes, mély mámorba szédült
A természet örök szépségétül.
Oh természet, oh dicso természet!
Mely nyelv merne versenyezni véled?
Mily nagy vagy te! mentül inkább hallgatsz,
Annál többet, annál szebbet mondasz. –
Késo éjjel értem a tanyára
Fris gyümölcsbol készült vacsorára.
Társaimmal hosszan beszélgettünk.
Lobogott a rozseláng mellettünk.
Többek között szóltam én hozzájok:
»Szegény Tisza, miért is bántjátok?
Annyi rosszat kiabáltok róla,
S o a föld legjámborabb folyója.«
Pár nap mulva fél szendergésembol
Félrevert harang zugása vert föl.
Jön az árvíz! jön az árvíz! hangzék,
S tengert láttam, ahogy kitekinték.
Mint az orült, ki letépte láncát,
Vágtatott a Tisza a rónán át,
Zúgva, bogve törte át a gátot,
El akarta nyelni a világot!

Sonntag, 23. August 2009

Daniel Schiebeler - Honesta

Albrecht Altdorfer - Die Hl. Margareta auf dem Teufel stehend


Honesta

Der Teufel kam vor vielen Jahren
Der Menschen Zustand zu erfahren
Herauf in einem ird’schen Leib.
Er schafte, wie die Menschenkinder,
Sich Haus und Hof und Schaf’ und Rinder,
Er nahm sich gar ein Weib.

Honesta hieß die junge Schöne.
Oft schwoll auf ihrem Kopf die Mähne,
Und Wuth und Herrschsucht warf ihr Blick.
Sie trieb den Teufel recht zu paaren.
Wie sehnt er nicht zu seinen Schaaren,
Zur Hölle sich zurück.

Sie ließ ihm niemals, niemals Friede.
Zuletzt ward er des Streitens müde
Und schlich im Stillen sich davon,
Und fuhr, als er sich weggestohlen,
Von seinem Schmerz sich zu erholen,
In einen Musensohn.

Hier konnt er recht nach Wunsch regieren,
Er schrieb Satyren auf Satyren,
Voll Rachsucht, Neid und Menschenhaß.
Man strebt umsonst ihn zu beschwören.
Der Teufel läßt sich nicht bethören
Und quält den Dichter baß.

Da kam mit Pauken und Trompeten
Ein Arzt zur Wohnung des Poeten;
Der Teufel fragt: Wer pocht ans Haus?
Der Arzt spricht lächelnd: Ein Dame,
Jung, schön, Honesta ist ihr Name.
Gleich zog der Teufel aus.

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aus: Daniel Sch
iebelers Auserlesene Gedichte, Herausgegeben von Johann Joachim Eschenburg, J.J. C. Bode, Hamburg, 1773


Freitag, 21. August 2009

Daniel Schiebeler - Ariadne und Theseus

Evelyn de Morgan - Ariadne in Naxos
Ariadne und Theseus

Ich sing euch die Geschichte
Von Theseus Grausamkeit,
Von diesem Bösewichte
Kam Ariadnens Leid.
Den schönsten seidnen Faden
Gab ihm das gute Kind,
Der bracht’ ihn ohne Schaden
Aus Cretens Labyrinth.

Doch mehr noch, als ein Fädchen,
Gab sie dem theuren Mann.
Sie gab ihm was ein Mädchen
Nur immer geben kann.
Der Vater mag sich grämen,
Sie liebt den Theseus mehr,
Vergißt das Abschiednehmen
Und folgt ihm auf das Meer.

Schon neun und neunzig Schönen
Bracht’ er um Ruh’ und Wohl,
Durch Ariadnens Thränen
Ward bald das Hundert voll,
Weh, weh dem Wüteriche,
Ihr Fluthen schlingt ihn ein!
Er ließ die Minnigliche
Auf einem Fels allein.

Als nun der Tag sie weckte,
Ach, als sie nun die Hand
Nach ihrem Theseus streckte,
Und keinen Theseus fand,
Wie ward ihr da, ihr Sterne!
Sie rief in ihrem Gram
Den, welcher, einmal ferne,
So bald nicht wieder kam.

Sie fluchte dem Geschicke,
Zerriß das goldne Haar,
Das für des Frevlers Tücke
Nicht zu bestrafen war.
Sie schlägt bis zum Zerschmettern
Die weisse Brust, und schreckt
Das Heer von Liebesgöttern,
Das dort verborgen steckt.

Doch Bachus kommt, getragen
Von Fröhlichkeit und Scherz.
Er hemmt des Mädchens Klagen
Und tröstet ihren Schmerz.
O seht! ihr Blick wird heiter,
Der Gott war wohl gemacht,
Er siegt und nun ward weiter
An Theseus nicht gedacht.

Der Fabel folgt die Lehre,
So wie der Frau die Magd.
Ein Ding, bey meiner Ehre,
Das oft den Leser plagt.
Drum kurz, was ich erzählet,
Schließt diese Regel ein:
Wenn euch die Liebe quälet;
So heilet euch mit Wein.

aus: Daniel Schiebelers Auserlesene Gedichte, Herausgegeben von Johann Joachim Eschenburg, J.J. C. Bode, Hamburg, 1773



Mittwoch, 19. August 2009

Daniel Schiebelers 238. Todestag


Charles Mengin - Sappho



Lied der Sappho.

O selig, wenn bey dir der Tag entfliehet,
Der so dich reden hört, dich lächeln siehet!
Ihm ist es leicht, den Göttern ihre Freuden
Nicht zu beneiden.

Wenn du erscheinst, fühl' ich mit stärkern Schlägen
Und schnellerm Lauf sich Blut und Herz bewegen;
Ich steh betäubt, verlohren im Entzücken,
Dich anzublicken.

Mein Aug' erlischt, mit tiefer Nacht umgeben,
Es scheint mein Geist, da Schauder mich durchbeben,
Mich Schweiß bedeckt, die Wangen mir erblassen,
Mich zu verlassen.

aus: Daniel Schiebelers Auserlesene Gedichte, Herausgegeben von Johann Joachim Eschenburg, J.J. C. Bode, Hamburg, 1773



Wilhelm von Chézy - Das Räthsel der schönen Unbekannten

Wilhelm von Chézy - Das Räthsel der schönen Unbekannten. Ein holdes Räthsel soll ich lösen, Und schon ist mir die Deutung klar, Ich weiß...