Walter Rheiner - Sohn der Welt


Sohn der Welt

Als ich trübe war
und auf matte und leblose Dinge blickte —
Schönheit kam zu mir,
Schönheit floß und umhüllte mich ganz und gar.

Tänzerisch kam oft das Leben und drückte
mich in die Knie vor mancher Tür;
eine Frau mit blondem und schlafendem Haar,
deren Mund mich in Buchten des Traumes schickte,
lächelnd trat sie wunderbar
und milde wandelnd herfür.

Nicht soll mich Wirklichkeit noch beirren —
(— seh ich nun klar? —)
Leben ist: leben in tausend Wundern.
immer ferneren, immer buntern!
Allem was ist, allem was war,
seltsamer Knoten, nicht zu entwirren,
bin ich, heute und immerdar!

mehr von Walter Rheiner bei ngiyaw eBooks
In den kommenden Tagen werden noch mehr Gedichte von Walter Rheiner veröffentlicht werden.

Beliebte Posts aus diesem Blog

Ludwig Thoma - Sexuelle Aufklärung

Albert Möser - An den Tod

Claire Morgenstern - Mich treibtʼs zu suchen