Dienstag, 22. April 2014

Paula Rösler - Dämmerung

Herbert James Draper, The Gates of Dawn
Dämmerung.

Es ist nichts — es war mir nur in der Dämmerung,
als hörte ich Schritte im Gartenland,
als kämst du gegangen
und rührtest mich leise mit deiner Hand. —
's ist nichts — nur meine eigene Hand schimmert weiß
durch das Zwielicht des Wintertags,
und ich horche vergebens, ob nicht leise, ganz leis
sich ein Ton zu mir verirrt.
Ob nicht, gleich huschenden Dämmrungsschatten
von dir ein Gedanke herüberschwirrt. —
— —
Es ist nichts — es ist nur ein Dämmrungsspuk. —
Und du bist so weit —
und so gefährlich lockend ist Dämmerzeit.

Aus: Paula Rösler, Falter, Zeichnungen und Lieder, E. W. Bonsels, München-Schwabing, 1905


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Aus: Emmy Hennings, Die letzte Freude Gustav Klimt - Danae An die Scheiben schlägt der Regen. Eine Blume leuchtet rot. Kühle Luft weh...